
Warum wir diese Heizgeräte bauen
Bei Bädern mit hohen Decken hat die Wärme tendenziell dazu, nach oben zu entweichen. Sie steigt immer weiter nach oben, während man selbst unten im Kältebereich bleibt. Luftzirkulationsysteme können das Problem nicht lösen. Deshalb haben wir Infrarotheizgeräte entwickelt – aus einem einfachen Grund: Um die Wärme genau dorthin zu bringen, wo man sie wirklich benötigt. Unsere Lampen verschwenden keine Energie damit, die Luft in der Nähe der Decke zu erwärmen. Sie strahlen die Energie direkt auf Menschen und Oberflächen ab – somit erreicht die Wärme genau den Ort, an dem sie gebraucht wird.
Leistung, Spannung und Abdeckung – Einfache Erklärung
Bei der Auswahl der Leistung ist es wichtig, diese der Größe des Raumes anzupassen. Für Bäder mit Deckenhöhen zwischen 2,8 und 3,2 Metern empfehlen wir typischerweise 100 bis 150 Watt pro Quadratmeter. Wenn die Deckenhöhe bei 3,5–4,0 Metern liegt, erhöhen wir die Leistung auf 150–220 Watt pro Quadratmeter, um dem höheren Raumvolumen sowie der Tendenz der Wärme, nach oben zu steigen, entgegenzuwirken. Die Geräte können mit Standardspannungen betrieben werden – 120 V oder 230 V. Geräte mit höherer Leistung arbeiten oft mit 230 V, da dies den Stromverbrauch verringert und die Verkabelung erleichtert. Bei längeren Kabelstrecken hilft eine höhere Spannung dabei, die Leistung konstant zu halten – so liefert das Heizgerät die angegebene Leistung.
Die Komponenten, die für Zuverlässigkeit sorgen
Im Inneren eines Heizgeräts befindet sich zunächst ein Quarztrockenstrahler sowie ein Halogenfüllstoff. Diese Kombination sorgt für eine schnelle Reaktion sowie eine stabile Leistung. Der Glühfaden wird sehr heiß – daher muss der Trockenstrahler hohe Temperaturen sowie häufiges Erhitzen und Abkühlen aushalten, ohne auszufallen. Die Beschichtung dient nicht nur ästhetischen Zwecken: Sie lenkt die Wärme nach unten, wo sie benötigt wird. Eine gute Beschichtung reduziert außerdem Reflexionen und leitet das Infrarotlicht zurück zum Ziel – dadurch erreicht mehr Wärme den Benutzer. Auch die Anschlüsse sind wichtig. Wir verwenden R7- und Sk15-Anschlüsse, da sie die hohen Temperaturen am Ende des Trockenstrahlers aushalten können. Dadurch wird die Installation einfacher – es reicht eine Zweifachverkabelung aus. Die Anschlüsse halten den Trockenstrahler in der richtigen Position, sodass der Strahl konstant bleibt.
Wie man die Leistung für das eigene Badezimmer auswählt
Kleine Badezimmer mit einer Fläche von etwa 4–6 m² kommen in der Regel mit einem einzigen Gerät mit einer Leistung von 1000–1500 W aus. Mittelgroße Räume mit 7–10 m² benötigen entweder zwei Geräte à 1500 W oder ein einziges Gerät mit einer Leistung von 2000–2500 W. Bei größeren Räumen oder hohen Deckenhöhen (11–15 m²) ist es am besten, die Leistung auf mehrere Geräte zu verteilen – beispielsweise drei Geräte à 1500 W – damit es keine kalten Stellen gibt.
Was man damit erreicht – und was man berücksichtigen muss
Der große Vorteil dieser Heizgeräte ist ihre Effizienz – sie heizen Objekte sowie die Haut direkt. Man spürt die Wärme bereits im Moment des Einschaltens. Wenn der Raum leer ist, wird kein Geld für die Beheizung von Luft verschwendet. Allerdings gibt es einen Trade-off: Die Geräte werden an ihren Enden sehr heiß. Das bedeutet, dass der Gehäuseaufbau sowie die darunterliegenden Verkabelungen widerstandsfähig gegenüber hohen Temperaturen sein müssen. Planen Sie daher vor der Installation ausreichende Abstände sowie geeignete Schutzmaßnahmen ein.