
Bei der Verarbeitung von Flaschen ist die Dekorierungsphase eine Zeit, in der man gegen die Zeit ankämpfen muss – ohne den Überblick zu verlieren. Tinte, metallische Pigmente und Klebstoffe benötigen eine schnelle Aushärtung. Doch das Glas selbst darf dabei nicht zu stark erhitzt werden. Konvektionsöfen verlängern die Bearbeitungszeit, und ungleichmäßige Wärmeverteilung führt später zu Mikrorissen, Löchern oder mangelhafter Haftung nach dem Befüllen und Handling. Wenn man die richtige Zeit verpasst, sind Folgen wie Ausschussprodukte, Nacharbeiten und verschwendete Energie unausweichlich.
Was technisch wichtig ist:
Wir verwenden Kurzwellen-Infrarotstrahler, die auf die Absorptionsfrequenz des Beschichtungsmaterials abgestimmt sind. Dadurch erfolgt eine schnelle Reaktion, und die Temperatur kann präzise kontrolliert werden. Die Spitzenwellenlängen liegen bei etwa 1,0–1,4 μm, damit die Energie schnell abgegeben werden kann. Das Leistungsprofil wird so gestaltet, dass die Oberfläche stets im richtigen Temperaturbereich bleibt – ohne dass das Glas thermischen Stress erleidet. So entsteht ein gleichmäßiges Wärmefeld in der Dekorierungszone – ohne Hotspots oder Temperaturunterschiede. Die Ausgangsleistung wird so eingestellt, dass sie zur Produktionsgeschwindigkeit passt. Das System kann einfach in vorhandene Transportbänder integriert werden, mit einfacher Leistungs- und Steuerungseinrichtung.
Warum es hier funktioniert:
Die Infrarot-Trocknung verkürzt die Aushärtungszeit und vermeidet lange Einwirkzeiten, die Energie verschwenden würden. Die Wärme gelangt direkt an die zu beschichtende Stelle – anstatt die Luft und die Anlagen zu erwärmen. Durch schnellere und zuverlässigere Trocknung entstehen weniger Ausschussprodukte aufgrund von unvollständiger oder übermäßiger Aushärtung sowie thermischen Schocks. Dadurch steigt die Qualität der Endprodukte. Auch die Wartung wird einfacher: Es gibt weniger bewegliche Teile in der Heizzone, und die Lebensdauer der Lampen ist vorhersehbar – was zu weniger Stillstand und geringeren Reparaturkosten führt.
Was man wissen sollte:
Die Infrarot-Trocknung hängt vom Sichtverhältnis sowie von der Absorption ab. Deshalb müssen die Konstruktion der Anlagen sowie der Abstand zwischen den Strahlern der Geometrie der Flaschen sowie der zu bedeckenden Fläche angepasst werden. Schatten können zu Unregelmäßigkeiten bei der Aushärtung führen – deshalb müssen die Reflektoren sauber gehalten werden. Planen Sie einen kurzen Einrichtungsweg, um Leistung, Dauer der Einwirkzeit sowie Temperaturkontrolle einzustellen. Stellen Sie außerdem sicher, dass die Stromversorgung und die Kühlanlage die Belastung durch die Strahler bewältigen können. Wenn alles richtig eingestellt ist, läuft der Prozess stabil ab – mit geringerem Energieverbrauch und weniger Störungen.